Eine Tour durch die Partnachklamm verbindet auf engem Raum genau das, was viele in Garmisch-Partenkirchen suchen: eindrucksvolle Natur, eine klar planbare Wanderung und ein Ziel, das auch mit Familie sinnvoll machbar ist. Ich ordne die Strecke als kurze bis halbe Tagestour mit hohem Erlebniswert ein, nicht als anspruchsvolle Bergtour. Wer dazu Anreise, Eintritt, Regeln und sinnvolle Varianten kennt, spart sich vor Ort die typischen Umwege.
Die wichtigsten Eckdaten für deine Tour durch die Klamm
- Startpunkt ist am Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen; von dort brauchst du zu Fuß etwa 25 Minuten bis zum Eingang.
- Die reine Schluchtquerung ist eher kurz, mit Graseck oder Partnachalm wird daraus eine halbe Tagestour.
- Öffnungszeiten liegen meist zwischen 8 und 20 Uhr im Sommer und zwischen 8 und 18 Uhr im Winterhalbjahr; letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schluss.
- Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 5 Euro, Hunde 5 Euro.
- Kinderwagen, Buggy, Rollstuhl, Rollator und Fahrräder sind für die Klamm nicht geeignet bzw. nicht erlaubt.
- Am entspanntesten wird es werktags früh oder später am Nachmittag.
Was die Tour durch die Klamm so besonders macht
Ich würde die Tour als eine der zugänglichsten Naturerlebnisse in den Bayerischen Alpen beschreiben. Du gehst nicht auf einen Gipfel, sondern folgst der Partnach durch eine enge Schlucht, über Brücken, durch Tunnel und an Felswänden entlang. Genau diese Mischung macht den Reiz aus: Der Weg ist kurz genug für einen Familienausflug, wirkt aber trotzdem spektakulär.
Die Klamm ist dabei eher Wanderziel und Ausgangspunkt zugleich. Wer nur hindurchgeht, erlebt schon viel. Wer weiter Richtung Graseck, Partnachalm oder Eckbauer geht, bekommt daraus eine deutlich längere Runde. Für mich ist das der eigentliche Vorteil dieser Tour: Man kann sie sehr kompakt halten oder bewusst ausbauen, ohne das Thema zu wechseln.
Wichtig ist allerdings die ehrliche Einordnung. Die Strecke ist familiengeeignet, aber nicht barrierefrei und nicht für Kinderwagen gedacht. Genau das sollte man vorab wissen, damit aus dem schönen Ausflug kein unnötiger Kraftakt wird. Wer die Rahmenbedingungen kennt, plant entspannter - und darum geht es als Nächstes.

So verläuft der Weg vom Olympia-Skistadion durch die Schlucht
Der klassische Einstieg liegt am Olympia-Skistadion. Von dort folgst du der Partnach flussaufwärts und erreichst nach ungefähr 25 Minuten den Zugang zur Klamm. Ich würde die Strecke nicht hektisch angehen, denn schon der Zustieg gehört zum Erlebnis: erst noch offen und ruhig, dann immer enger, kühler und akustisch deutlich eindrucksvoller.
- Vom Olympiastadion zum Eingang. Der Weg ist gut markiert und führt entlang der Partnach. Wenn du mit dem Auto kommst, ist das zugleich der logische Park- und Startpunkt.
- Durch den gesicherten Schluchtweg. In der Klamm selbst gehst du über kleine Brücken, durch Tunnel und entlang geschützter Passagen. Der Weg ist an vielen Stellen gesichert, damit man die Aussicht in Ruhe genießen kann.
- Am Ende der Klamm entscheiden. Dort wird das Tal offener und ruhiger. Du kannst umkehren oder die Tour verlängern, etwa Richtung Graseck oder Partnachalm.
- Rückweg oder Rundtour. Für den einfachen Ausflug nimmst du denselben Weg zurück. Wenn du mehr Höhenmeter willst, wird aus dem Schluchtbesuch eine echte Halbtagesrunde.
Ich mag an dieser Route besonders, dass sie nicht überfrachtet ist. Man muss nicht ständig überlegen, ob man noch den richtigen Steig erwischt. Die Orientierung bleibt einfach, und genau deshalb funktioniert die Tour so gut mit Kindern oder mit Menschen, die lieber naturnah als sportlich unterwegs sind. Wer den Startpunkt klar hat, muss sich danach nur noch auf Anreise und Parken konzentrieren.
Anreise und Parken ohne Umwege
Am bequemsten ist der Start am Olympia-Skistadion, weil der Weg zur Klamm von dort am kürzesten ist. Der Haken: Dieser Parkplatz ist gerade an Wochenenden und in der Hauptsaison schnell voll. Ich würde deshalb entweder früh kommen oder gleich einen Ausweichparkplatz einplanen.
| Parkplatz | Entfernung zur Klamm | Einordnung |
|---|---|---|
| Olympia-Skistadion | ca. 2,2 km | Beste Wahl, aber oft ausgelastet |
| Parkhaus Badgasse | ca. 3,7 km | Gute Ausweichmöglichkeit |
| Parkplatz Rathausplatz | ca. 4,4 km | Sinnvoll, wenn du den Ort mit einbeziehst |
| Zugspitzbahnhof oder Kongresshaus | ca. 5,2 km | Praktisch für einen längeren Aufenthalt im Ort |
Mit der Bahn ist Garmisch-Partenkirchen ebenfalls gut erreichbar. Von München dauert die Fahrt ungefähr 1,5 Stunden, danach kommst du vom Bahnhof mit dem Ortsbus in etwa 10 Minuten zum Skistadion. Das ist für mich die stressärmste Variante, wenn man nicht im Stau oder auf einem vollen Parkplatz landen möchte.
Wer mit dem Rad anreist, kann die Umgebung sehr gut so planen, dass das Fahrrad Teil des Tagesausflugs bleibt. In die Klamm selbst gehört es nicht, aber für die An- und Abfahrt im Ort oder für eine spätere Runde im Tal ist das eine saubere Lösung. Genau deshalb passt das Thema Wandern und Radfahren hier gut zusammen: Das Rad bringt dich flexibel in die Region, die Klamm selbst bleibt die Fußetappe. Danach lohnt sich der Blick auf Zeiten, Tickets und Regeln.
Öffnungszeiten, Eintritt und Regeln, die den Ablauf bestimmen
Die Öffnungszeiten sind klar geregelt: Von Juni bis September ist die Klamm in der Regel von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, von Oktober bis Mai von 8:00 bis 18:00 Uhr. Der letzte Einlass an den Drehkreuzen liegt jeweils 30 Minuten vor Schließung. Kurzfristige Sperrungen sind aus Sicherheitsgründen möglich, also würde ich niemals auf den letzten Drücker ankommen.
| Ticketart | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 10,00 Euro |
| Kinder und Jugendliche 6 bis 17 Jahre | 5,00 Euro |
| Menschen mit Handicap | 5,00 Euro |
| Hund | 5,00 Euro |
Was ich vorab unbedingt einplane: Im alpinen Gelände gibt es keinen zuverlässigen Mobilfunkempfang und kein WLAN. Darum sollte das Ticket vorher auf dem Handy gespeichert werden, statt erst am Eingang noch nach einer Mail zu suchen. Das wirkt kleinlich, spart aber in der Praxis Zeit und Nerven.
- Kinderwagen, Buggy, Rollator und Rollstuhl sind für die Klamm nicht erlaubt oder nicht geeignet.
- Fahrräder und Drohnen sind ebenfalls tabu.
- Hunde sind willkommen, aber nur an der Leine.
- Die Klamm arbeitet mit einem Sicherheitskonzept aus reduzierter Besucherzahl, Notbeleuchtung und Sprechanlage.
- Wer mit einer größeren Gruppe kommt, bekommt ab 15 Personen einen günstigeren Tarif.
Ich finde diese Regeln nicht hinderlich, sondern sinnvoll. Die Klamm bleibt dadurch kontrollierbar und das Naturerlebnis wird nicht zur Geduldsprobe. Wenn die Rahmenbedingungen klar sind, stellt sich nur noch die Frage, welche Tourvariante am besten zu Zeit und Kondition passt.
Welche Tourvariante ich je nach Zeit wählen würde
Rund um die Partnachklamm gibt es mehrere Varianten, die sich deutlich in Länge und Anspruch unterscheiden. Für den ersten Besuch würde ich fast immer mit der einfachen Runde anfangen. Wer mehr sehen will, kann danach immer noch verlängern. Umgekehrt ist es oft frustrierend, zu viel zu planen und dann an Zeit oder Kraft zu scheitern.
| Variante | Länge | Dauer | Schwierigkeit | Passt gut für |
|---|---|---|---|---|
| Durch die Klamm und zurück über Graseck | 6,29 km | ca. 1 h 55 min | leicht | Familien, Einsteiger, erster Besuch |
| Durch die Klamm zur Partnachalm und zurück zum Olympiastadion | 7,55 km | ca. 2 h 35 min | mittel | Wenn du etwas mehr Gehzeit und eine Einkehr willst |
| Rundtour über Wamberg, Graseck und die Partnachklamm | 13,12 km | ca. 3 h 45 min | mittel | Halbtagestour mit mehr Abwechslung |
| Zur Meilerhütte über die Klamm und Schachen | 12,39 km | ca. 7 h 50 min | schwierig | Erfahrene Bergwanderer mit guter Kondition |
Für mich ist die kurze Runde über Graseck die vernünftigste Wahl, wenn Familien oder Gelegenheitswanderer mitgehen. Die Partnachalm-Variante ist attraktiv, wenn man den Ausflug mit einer Einkehr verbinden möchte. Und die Wamberg-Runde ist genau dann stark, wenn man nicht nur die Klamm sehen, sondern auch Wiesen, Wald und ein bisschen mehr alpines Umfeld mitnehmen will.
Ein wichtiger Punkt für ambitioniertere Touren: Die Klamm ist ein Zugang ins Reintal, aber kein Selbstläufer für lange Bergziele. Wer weiter Richtung Zugspitze oder zu anderen hochalpinen Zielen will, muss die Öffnungszeiten und die alternative Wegführung mitdenken. Genau dort passieren die meisten Planungsfehler, weil man die Schlucht als reinen Spaziergang unterschätzt oder als schnellen Durchgang in die Berge überschätzt.
Mein realistischer Plan für Familien, Radfahrer und Kurzentschlossene
Wenn ich den Ausflug selbst planen würde, würde ich ihn bewusst schlicht halten: früh anreisen, die Klamm in Ruhe durchgehen, danach je nach Lust einkehren oder noch eine kleine Zusatzrunde dranhängen. So bleibt der Tag locker, und die eigentliche Stärke der Schlucht kommt ohne Zeitdruck zur Geltung.
Für Familien gilt für mich vor allem: ohne Kinderwagen planen, festes Schuhwerk anziehen und genug Puffer für Pausen lassen. Die Klamm ist kein Ort für Hektik. Wer mit Kindern unterwegs ist, gewinnt mehr durch gute Vorbereitung als durch ein zu ehrgeiziges Programm. Mit Hund funktioniert die Tour ebenfalls, solange die Leinenpflicht ernst genommen wird und man in den engen Passagen Rücksicht nimmt.
Wer Wandern und Radfahren kombinieren möchte, kann die Region rund um Garmisch-Partenkirchen sehr gut als Tagespaket denken: das Rad für die Anfahrt oder eine spätere Runde im Tal, die Klamm als Fußziel und vielleicht am Ende noch ein entspannter Ortsstopp. Genau diese Kombination macht den Ausflug vielseitig, ohne ihn kompliziert zu machen. Am Ende zählt nicht die längste Strecke, sondern die Tour, die zur Gruppe und zum Tagesrhythmus passt.
Wenn du die üblichen Stolpersteine vermeidest, bekommst du hier eine sehr stimmige Mischung aus Natur, Bewegung und gut kalkulierbarem Aufwand. Für mich ist das der Grund, warum die Klamm nicht nur ein schönes Ausflugsziel ist, sondern auch ein verlässlicher Baustein für einen gelungenen Tag in Garmisch-Partenkirchen.
